Kopf oder Kinn himmelwärts?


   Wie unser Schädel sich wölbt,
   gleich dem gestirnten Himmel über uns,
   damit das reine Bild der ewigen Sphären
   darin kreisen könne.

   Johann Wolfgang von Goethe


Wo steht Ihnen der Kopf?

Sie kennen dieses Gefühl sicher auch: Sie wissen einfach nicht mehr, wo Ihnen der Kopf steht. Was ist wichtig, was ist weniger wichtig? Alles ist gleichermaßen dringend. Sie verlieren die Fähigkeit zu unterscheiden und sich zu orientieren. Tatsächlich sucht auch der Kopf in solchen Phasen Orientierung und Halt.


Aufrichtung aus der Tiefe

Der Kopf kann dort, wo Schädel und Wirbelsäule sich im Atlas begegnen, als oberer Pol der Wirbelsäule betrachtet werden. Das Becken mit dem Steißbein als unterer Pol. Die tiefen Halsmuskeln und die Beckenbodenmuskeln wirken gemeinsam an einer unbewussten Aufrichtung mit.

Das Zusammenspiel von Kopf und Becken ist schon dem Säugling vertraut. Das Saugen bewirkt das Anspringen der tiefen Halsmuskeln sowie die sanfte Aktivierung des Beckenbodens.

Fällt an einem der Pole die Unterstützung weg, gelangt die Wirbelsäule aus dem Lot und die Aufrichtung wird durch nicht dafür vorgesehene Muskeln übernommen. Die Auseinandersetzung mit der Schwerkraft verändert sich von unbewusst und selbstverständlich zu anstrengend und angespannt.


Kopf oder Kinn himmelwärts?

Das Zähne-Zusammenbeißen ist ein Weg, auf dem der Kopf nach Halt sucht. Auch spannen wir dabei den Nacken an. Die Tätigkeit der tiefen Halsmuskeln wird behindert.

Dauert die Anspannung im Nacken an, führt dies zur Verkürzung der oberen Nackenmuskeln. Der erforderliche Raum zwischen Kinn und Hinterkopf geht verloren.

Anspannung im Nacken kann auch dann entstehen, wenn wir wachsam sind und dazu neigen, das Kinn in die Luft zu strecken. Die Tatsache, dass wir das Gegenteil tun, dass Kinn gegen den Hals drücken, mag den oberen Nacken dehnen, erzeugt aber Druck auf Hals und Kehle. Es führt nicht zur erwünschten Öffnung des Raums zwischen Kinn und Hinterkopf.


Yoga üben – Spielraum erleben!

- Yoga üben im Yoga-Zentrum Witten und in Herne -

Der Übergang zwischen Wirbelsäule und dem Schädel ist ein sehr sensibler Bereich, dem wir uns im Yoga mit Behutsamkeit nähern. Es gibt einfache Übungen, die uns für unsere Kopfhaltung und unsere bevorzugten Bewegungen sensibilisieren. Wir erfahren, wie fein und differenziert wir uns um Atlas und Co. bewegen können, um uns in einer äußeren und inneren Balance zu unterstützen. Wir erleben wieder (Spiel)Raum.

Sie sind herzlich eingeladen, die beschriebenen Zusämmenhänge in einer Probestunde oder im Laufe eines Kurses zu erfahren:

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